Iris Barbata-Hybriden - die Schwertlilien
Die Bartiris wird aufgrund ihrer Größe in drei Gruppen eingeteilt: Die Kleinste, Iris Barbata-Nana, gibt es einmal als Miniaturiris mit höchstens 20 cm Höhe und frühester Blütezeit ab Ende März (da sie langsam wächst, eignet sich die Miniaturiris gut für die Topfkultur), und als Kleiniris bis 40 cm Höhe und etwas späterer Blüte als die Miniaturiris. Kleiniris sind starkwüchsig und bilden reich blühende Horste, die im Steingarten wie auch im Vordergrund einer Rabatte sehr wirkungsvoll sind.
Die mittlere Bartiris, Iris Barbata-Media, wächst bis zu 70 cm, ihr Blütendurchmesser beträgt zehn bis zwölf Zentimeter. Die Intermedia-Gruppe liegt mit ihrer Blütezeit zwischen Kleiniris und der Hohen Bartiris im April.
Die große Klasse der Hohen Bartiris, Iris Barbata-Elatior, blüht von Mai bis Juni wird wiederum in drei Gruppen eingeteilt: Miniature-Tall-Bearded (MTB) mit kleineren Blüten, die an schlanken, bis zu 70 cm hohen Stielen sitzen. Der ganze Aufbau der Pflanzen ist zierlicher als bei den anderen Gruppen. Border Bearded (BB) sind die Kleinausgabe der hohen Bartiris, das heißt, sie erreichen eine maximale Höhe von 70 cm, haben aber wesentlich größere Blüten als die vorherige Gruppe. Tall Bearded (TB) schließlich entsprechen den normal hohen Bartiris von 80 bis 120 cm.
Zu den hohen Bartiris zählen auch die prachtvollen historischen Sorten mit ihrem nostalgischen Charme sowie die remontierenden Sorten.
Der Standort:
Bartiris mögen einen vollsonnigen Standort auf durchlässigem, gerne trockenem Gartenboden. Bei schweren Böden sollte Kompost oder Splitt eingearbeitet werden, um den Boden durchlässig zu machen. Gepflanzt werden sie am besten nach der Blüte ab August bis März, wobei die Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin auch viele Sorten ganzjährig im Topf anbietet.
Die Pflege:
Krankheiten sind bei Schwertlilien selten. Nach einem feuchten Frühjahr können braune Flecken im Laub auftreten. Die Blattflecken, Blattbrand oder Blattdürre genannt, schädigen die Pflanze nur wenig. Das Problem ist eher ein optisches. Das befallene Laub kann abgeschnitten oder im Herbst abgesammelt werden. Vorbeugend wird es mit Duaxo oder Fungisan behandelt.
Treiben die Rhizome im Frühling schlecht aus und bilden sich matschige, stinkende Rhizome handelt es sich um die Rhizomfäule. Kranke Rhizome werden bis in das weiße und feste gesunde Gewebe ausgeschnitten und die Schnittstellen mit Holzkohle desinfiziert. Vorbeugend wird die Pflanze an einen anderen Standort gesetzt und mit Obst-Pilzfrei Teldor behandelt. Wichtig ist, das Schneckenaufkommen im Auge zu behalten. Schnecken fressen gerne die Knospen an den Blütenstängeln und auch das Laub wird unter Umständen angenagt.
Hier kann im frühen Frühling gleich nach der Schneeschmelze Ferramol Schneckenkorn gegeben werden.
Nach der Blüte sollten die verblühten Blütenstiele ausgeschnitten werden. Braune Laubspitzen werden keilförmig abgeschnitten. Die grauen Laubschwerter machen im Winter nicht nur im mediterranen Beet eine gute Figur.
Werden die Pflanzen nach mehreren Jahren blühfaul, sollte die Stauden ausgegraben, geteilt und nur die frischen neuen Seitentriebe auf einen mit neuer Erde oder Kompost versorgten Standort gesetzt werden. Einfache, kleinblumige Sorten können viele Jahre lang ungeteilt stehen.
Begleitstauden zu Bartiris:
Da die Iris viel Trockenheit vertragen, empfiehlt es sich, sie mit Stauden mit den gleichen Ansprüchen zu kombinieren. Zu Kleiniris passen beispielsweise alle Sedum und Sempervivum, Thymian, kleine Nelken, Helianthemum und Saxifraga. In gemischten Staudenrabatten können mittlere und hohe Bartiris auch gut zusammen mit Pfingstrosen, Rittersporn, Taglilien, Mohn und Astern gepflanzt werden. Will man den mediterranen Charakter der Iris betonen, werden sie zusammen mit Lavendel, Heiligenkraut, Perovskia, Wolfsmilch und Trockenheit liebenden Gräsern gepflanzt.



