Staudenbeet-Pflege

Jäten

Leider wachsen im Staudenbeet nicht nur die gewünschten Pflanzen sondern auch Un- bzw. Wildkräuter. Besonders in den ersten zwei Jahren einer Staudenneupflanzung, wenn die Pflanzendecke noch nicht komplett geschlossen ist, sollte man einmal im Monat eine Wildkrautkontrolle durchführen. Treten Wurzelunkräuter, wie z.B. Winde oder Giersch auf, sollten diese mit der Grabegabel bzw. einem Löwenzahn- oder Distelstecher möglichst mit allen Wurzeln entfernt werden. Wenn konsequent gejätet wird, werden die Wurzelunkräuter geschwächt und werden mit der Zeit sterben.

Wenn der Boden gehackt wird, bietet er einjährigen Wildkräutern wie Springkraut und vielen Gräsern ideale Lebensbedingungen. Deshalb gilt grundsätzlich, den Boden möglichst wenig zu bearbeiten, damit die Wildkräuter schlechtere Lebensbedingungen vorfinden. Außerdem bleibt die Erde gleichmäßig frisch und trocknet nicht so leicht aus.
Siehe auch Mulchen

Wässern

Wenn Sie die richtige Staude für den richtigen Standort ausgewählt haben, sollten Sie nach der ungefähr einen Monat dauernden  Anwachspflege nicht mehr zusätzlich wässern müssen. Extrem trockene heiße Sommermonate erfordern eventuell zusätzliches Wässern. Bitte in solchen Extremsituationen lieber weniger, ungefähr 2x pro Woche durchdringend gießen als öfters aber nur wenig. Mulchen oder das Ausbringen eines Unkrautvlies bei Neuanlagen hilft ebenfalls, das zusätzliche Wässern zu reduzieren. Wenn Sie öfters verreist sind, wäre unter Umständen eine Bewässerungsanlage ratsam. Etwas anderes ist es, wenn Sie ihre Stauden im Topf halten. Dann die Töpfe am besten mit einem Untersetzter, der im Herbst wieder entfernt wird, als Wasserspeicher versehen und in trockenen und heißen Hochsommerphasen alle 3-4 Tage kräftig gießen.

Mulchen

Eine Mulchschicht von mindestens 3-5 cm Höhe hilft, den Unkrautwuchs einzudämmen und Wasser im Boden zu halten. Steingartenbeete oder mediterrane Beete werden gerne mit Split oder Kalkschotter gemulcht, um eine natürliche Wirkung zu erreichen. Vor dem Mulchen mit Splitt die Zwischenräume in der Pflanzung mit Vlies abdecken, damit die Steine nicht in die Erde rutschen.

Staudenbeete werden gerne auch mit Kompost oder Rindenhumus gemulcht. Soll mit Rindenhumus gemulcht werden, auf jeden Fall vor dem Ausbringen des Mulch mit Stickstoff (N) in Form von Hornspänen oder Hornmehl düngen. Der Mulch wird im Lauf der Jahre von den Bodenorganismen zu Erde umgewandelt und dabei wird der im Boden anstehende Stickstoff verbraucht und steht den Pflanzen nicht mehr zur Verfügung. Kompost ist als Mulch gut geeignet, beachten Sie aber, dass er auch als Dünger wirkt, also weniger zusätzlich düngen! Von Rindenmulch raten wir bei Neupflanzungen im ersten Jahr ab, lieber den feineren Rindenhumus benutzen.

Stützen

Hohe Stauden wie Helianthus oder Stauden mit schweren üppigen Blüten wie z.B. Paeonien werden mit einer Staudenstütze gehalten. Die Stützen sind bei uns in der Gärtnerei aus grün ummantelten Draht in zwei Höhen erhältlich. Die Stützen werden am besten im Frühling, wenn die Pflanzen noch niedrig sind, angebracht, damit keine Blüten dabei abgeknickt werden. Aus Ästen, welche x-förmig vor den Stauden in die Erde gesteckt werden, kann man selber Staudenstützen basteln. Klassisch ist auch ein Pflock hinter der Staude, woran die Pflanzen angebunden werden.